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AfA bei Immobilien

Von: Frank Schroeder • Zuletzt aktualisiert: Oktober 2017

Beim Kauf einer Immobilie zum Zweck der Kapitalanlage, können Sie große Teile dieser Investition über die Jahre abschreiben und so von der Steuer absetzen.

Bis auf wenige Ausnahmen können hier nur die  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten berücksichtigt werden. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass nur das Gebäude selbst über die Zeit eine Abnutzung erfahren kann. Bei Grundstücken kann es nur unter sehr besonderen Umständen zu einer Abnutzung kommen. So werden sowohl die Kosten für das Grundstück bei einem Neubau als auch der Wert des Grundstücks bei Altbauten bei der Abschreibung nicht berücksichtigt bzw. vor der Berechnung der jeweiligen Abschreibungssumme abgezogen. Zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten zählen auch bestimmte Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Gebühren für den Notar und die Maklerprovision. Bei Neubauten können hier auch z.B. die Kosten für den Architekten geltend gemacht werden.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass die Immobilie wie Eingangs schon erwähnt als Kapitalanlage erworben oder gebaut wurde und dementsprechend bereits vermietet ist bzw. für die Vermietung vorgesehen ist. Bei durch den Eigentümer selbst genutzten Immobilien ist diese Art steuerlichen Abschreibung nicht möglich.

Die Abschreibung von Immobilien ist seit 2005 nur noch linear möglich.Die Höhe orientiert sich am Baujahr der Immobilie. So können die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten für Neubauten und Altbauten mit einem Baujahr nach 1925 mit 2% jährlich über insgesamt 50 Jahre abgeschrieben werden. Bei Altbauten mit einem Baujahr vor 1925 kann eine höhere Abschreibung von 3% über den Zeitraum von 40 Jahre angesetzt werden. Wenn die Immobilie ausschließlich gewerblich genutzt wird und sich diese in einem Betriebsvermögen befindet gelten unter Umständen andere Zeiträume und höhere mögliche Abschreibungen.

Neubau Altbau  Altbau Gewerbe
Baujahr nach 1925 vor 1925
Zeitraum 50 50 40 33,3
Abschreibung 2% 2% 3% 3%

Wichtig! Wenn sich bei der Immobilie um ein Objekt unter Denkmalschutz handelt, können Sie als Eigentümer neben den Kosten für den Erwerb der Gebäudesubstanz auch die anfallenden Modernisierungskosten steuerlich über eine gesonderte Denkmalschutzabschreibung geltend machen

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