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Immobilienmakler-Gehalt – so viel verdienen Makler wirklich

Von: Frank Schroeder • Zuletzt aktualisiert: April 2017

Immobilien-BeratungAls Immobilienmakler sind Sie entweder selbstständig tätig oder festangestellt. Je nach Situation variiert das Immobilienmakler-Gehalt sehr stark. Bei 36.000 Euro brutto Einstiegsgehalt pro Jahr, 100.000 Euro brutto jährlich für einen Manager oder 70.000 Euro brutto für einen selbstständigen Makler (der allerdings auch Büro, Personal usw. bezahlen muss) liegen teilweise Welten. Mehr über das Einkommen von Maklern erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wie das Immobilienmakler-Gehalt definiert wird

Gehalt ImmobilienmaklerIn der Regel richtet sich das Gehalt eines Immobilienmaklers nach seiner persönlichen Erfolgsquote. Je mehr Immobilien vermittelt werden, umso höher fallen die Provisionen aus.

  • Kauf/Verkauf: Verkauft ein Eigentümer eine Immobilie, so liegt die Maklerprovision bei drei bis sechs Prozent des jeweiligen Verkaufswertes.
  • Vermietung: Wird eine Immobilie vermietet, so beträgt die Courtage maximal zwei Kalt-Monatsmieten plus 19 % Mehrwertsteuer. Diese Grenze ist vom Gesetz vorgeschrieben.

Diesen Verdienst erhalten Makler allerdings nur, wenn sie selbstständig tätig sind und Immobilien in Eigenregie vermitteln. Das Einkommen eines festangestellten Maklers sieht dagegen anders aus.

Nachfolgend eine Liste an Provisionen, mit denen Makler je nach Bundesland meistens rechnen können.

Bundesland Häufigste Maklerprovision in Prozent vom Verkaufspreis Wer zahlt in der Regel?
Baden-Württemberg 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Bayern 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Berlin 7,14 Prozent Käufer
Brandenburg 7,14 Prozent Käufer
Bremen 5,95 Prozent Käufer
Hamburg 6,25 Prozent Käufer
Hessen 5,95 Prozent Käufer
Mecklenburg-Vorpommern 5,95 Prozent 2,38 Prozent Verkäufer & 3,57 Prozent Käufer
Niedersachsen 4,76 – 7,14 Prozent (nach Region) Hälfte/Hälfte oder nur Käufer
Nordrhein-Westfalen 7,14 Prozent (teilweise niedriger) Hälfte/Hälfte
Rheinland-Pfalz 7,14 Prozent (teilweise niedriger) Hälfte/Hälfte
Saarland 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Sachsen 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Sachsen-Anhalt 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Schleswig-Holstein 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Thüringen 7,14 Prozent (teilweise niedriger) Hälfte/Hälfte

Immobilienmakler-Gehalt als angestellter Makler

Hausverkauf

Das Gehalt richtet sich ebenfalls nach der persönlichen Erfolgsquote.

Wer als Immobilienmakler kein eigenes Gewerbe betreibt, ist in der Regel

  • bei einer Bank
  • einer Sparkasse
  • in einem Immobilienbüro wie beispielsweise Engel und Völkers

festangestellt. Auch dieser Verdienst kann lukrativ sein. Zwar fällt die Provision, die ein Makler für die Vermittlung von Immobilien erhält, nicht sonderlich groß aus, doch dafür erhält er im Monat ein Festgehalt. Die finanzielle Sicherheit – unabhängig jeder Auftragslage – bietet Perspektiven und Zukunft.

Was verdient ein Immobilienmakler in Festanstellung?

Gehalt ImmobilienmaklerDer Jahresverdienst eines festangestellten Maklers wird in Brutto angegeben. Dieser Wert variiert (wie in jedem anderen Beruf) abhängig verschiedener Faktoren.

  • Bundesland
  • Ort
  • Qualifikation
  • Spezialisierung
  • Unternehmen
  • Marktlage

Im Osten fällt das Makler-Gehalt beispielsweise tendenziell geringer als im Westen aus. In Großstädten zahlen Unternehmen dafür etwas mehr für festangestellte Makler. Ein weiterer Fakt ist auch die aktuelle Wirtschaftslage der jeweiligen Bundesländer, die sich ebenfalls auf das Immobilienmakler-Gehalt auswirkt.

Los geht es oft schon bei 25.000 Euro brutto jährlich, das Ende kann je nach Manager-Position und Qualifikation bei über 100.000 Euro brutto pro Jahr liegen. Als Einstiegs-Lohn wird oft 36.000 Euro brutto jährlich angegeben. Je nach Steuerklasse und Lebenssituation ist das Netto-Jahreseinkommen mit einem vergleichsweise „normalen Job“ vergleichbar.

Immobilienmakler-Gehalt als selbstständiger Makler

Eine Alternative zur Festanstellung inklusive monatliches Gehalt ist die Selbstständigkeit als Makler. Das feste Einkommen entfällt, doch die Provisionen je Vermietung oder Verkauf fallen höher aus.

Dafür müssen Sie als selbstständiger Makler für alle anfallenden Kosten wie

  • Büro
  • Unterlagen
  • Marketing
  • Personal

selbst aufkommen und diese von Ihrem Gewinn abziehen. Dazu kommt, dass Selbstständige verpflichtet sind,

  • für eine Krankenversicherung zu sorgen
  • Steuern zu zahlen (Einkommenssteuer, Gewerbesteuer usw.)

Zwar keine Pflicht, aber mit Sicherheit ein Wunsch: Die Vorsorge für das Alter, z.B. in Form einer Versicherung, die ebenfalls selbstständig abgedeckt werden muss.

Was verdient ein selbstständiger Makler?

Auf dem freien Markt sieht die Lage natürlich anders aus. Hier bestimmt Erfolg den Verdienst, aber auch das Managen aller Aufgaben gehört zum eigenen Job.

Durchschnittlich verdienen Makler im Monat 2.500 bis 6.000 Euro, demzufolge 30.000 bis 72.000 Euro jährlich, wobei es sich auch bei diesen Werten (monatlich und jährlich) um einen reinen Umsatz und nicht um einen Netto-Gewinn handelt.

Nach oben hin sind in der freiberuflichen Tätigkeit keine Grenzen gesetzt, sodass sich durch die eigenen Strategien und Tätigkeiten große Gewinne erwirtschaften lassen.

Gehalt eines Luxus-Immobilienmaklers

Gehalt als Immobilienmakler

Das Gehalt eines Immobilienmaklers ist abhängig von vielen Faktoren.

Anders sieht es häufig bei einem Makler aus, der Luxusimmobilien vermittelt. Dieses Segment spielt sich in einem deutlich höheren Finanz-Bereich ab, aufgrund dessen auch die Provisionen deutlich höher ausfallen.

Die generelle Arbeit, von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zum Abschluss, ist grundlegend gleichbleibend. Dennoch können Luxus-Immobilienmakler durch diese Immobilien deutlich höhere Gewinne erzielen und sich langfristig einen lukrativen Kundenstamm aufbauen.

Die Qual der Wahl

Ob festangestellt oder selbstständig – beide Varianten bieten Vor- und auch Nachteile.

  • Sicherheit ist Ihnen am wichtigsten? Dann setzen Sie auf eine Festanstellung und profitieren von einem sicheren Gehalt plus erfolgsabhängigen Provisionen.
  • Verdienst und Erfolg ist Ihnen am wichtigsten? Dann ist das selbstständige Makeln die beste Wahl, da Sie zwar weniger Sicherheiten bietet, aber mehr Verdienst und Erfolge ermöglicht.
Anstellung oder Selbstständigkeit

Nach der Ausbildung oder nach dem Studium steht die Entscheidung an: Anstellung oder Selbstständigkeit?

Oft entscheiden sich Makler auch für beide Wege, indem zuerst eine Ausbildung mit Ausbildungsgehalt angestrebt wird. Das Gehalt in der Ausbildung lässt natürlich erst einmal zu Wünschen übrig, steigert sich jedoch im Jahreseinkommen, wenn Sie festangestellt sind. Haben Sie entsprechende Berufserfahrungen und Kontakte gesammelt, können Sie sich mit einem eigenen Immobilien-Unternehmen selbstständig machen.

Ein Mangel an Immobilien in Deutschland, Österreich, Schweiz und anderen Ländern kann sich für Makler jederzeit positiv auswirken. Ist die Nachfrage groß, das Angebot aber klein, so entsteht ein größerer Bedarf und das Geschäft boomt. Das wirkt sich positiv auf die Rate der Abschlüsse und nicht zuletzt auch auf das eigene Honorar bzw. die Provision aus. Auch der Aufwand hält sich bei einem größeren Bedarf und einem kleinen Angebot in Grenzen, sodass Abschlüsse noch schneller generierbar sind.

Eine Beispiel-Rechnung

Wer eine Immobilie in Deutschland für 400.000 Euro verkauft und diese Vermittlung über einen Makler abwickelt, zahlt bei drei Prozent 12.000 Euro Provision, bei sechs Prozent sind es 24.000 Euro.

Handelt es sich um eine Luxus-Immobilie (vielleicht auch im Ausland), so sieht die Sache anders aus. Hier werden gut und gerne Immobilien für mehrere Millionen verkauft. Erhält ein Makler bei einem Verkaufspreis von einer Million Euro drei Prozent Provision, so sind dies bereits 30.000 Euro, bei sechs Prozent sogar 60.000 Euro – für den vergleichsweise gleichen Aufwand in der Vermittlung.

  Normale Immobilie Luxus-Immobilie
Verkaufspreis 400.000 € 1.000.000 €
3 % Provision 12.000 € 30.000 €
6 % Provision 24.000 € 60.000 €

Zusammenfassung zum Immobilienmakler-Gehalt

Wer sein Makler-Gehalt bzw. sein Honorar als Makler optimieren möchte, muss seine Fähigkeiten steigern, seine Expertise und sein Kunden-Netzwerk aufbauen. So ist es möglich, an profitablere Objekte zu gelangen und zu vermitteln. Dabei stellt sich der Erfolg nicht über Nacht ein, aber bei konsequenter und kontinuierlicher Arbeit im Verlauf der Zeit.

Makler in Festanstellung selbstständiger Makler
Festgehalt + Provision nur Provision Honorar
30.000 bis 50.000 Euro brutto / Jahr abhängig des Unternehmens abhängig der eigenen Fähigkeiten und des eigenen Erfolgs

Das Grundgehalt eines festangestellten Maklers schwankt allerdings vorrangig aufgrund der Qualifikationen und Fachgebiete. Je nach Lebenslauf, beispielsweise bei Studium mit sehr gutem Abschluss, kann das Gehalt auch gut und gerne bis zu 100.000 Euro brutto pro Jahr werden. Als Quereinsteiger oder Berufseinsteiger haben Sie allerdings nur wenig Chancen auf solch ein Einkommen, hier können Sie stattdessen mit durchschnittlich 36.000 Euro brutto pro Jahr kalkulieren. Besser sieht die Steigerung und der „Einstiegsgehalt“ als freiberuflicher Makler für Immobilien aus, der allerdings auch sämtliche Kosten selbstständig decken und seine Aufträge verwalten muss.

Zusammengefasst – auf einen Blick:

  • je nach Festanstellung oder Selbstständigkeit variierten die Einnahmen eines Maklers
  • die meisten Immobilienmakler verdienen je nach persönlicher Erfolgsquote mehr Geld
  • festangestellte erhalten meistens ein Festgehalt und eine zusätzliche Provision
  • selbstständige Makler erhalten kein Festgehalt, dafür die volle Provision
  • als selbstständiger Makler müssen alle anfallenden Kosten selbst übernommen werden
  • für eine Jobsicherheit ist eine Festanstellung besser geeignet
  • für einen möglichst hohen Verdienst ist die Selbstständigkeit lukrativer
  • Jahresverdienst eines festangestellten Maklers variiert je nach Qualifikation, Bundesland und weiteren Faktoren

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