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Immobilienkaufmann – Ausbildung, Tätigkeiten und Verdienst

Von: Frank Schroeder • Zuletzt aktualisiert: Mai 2017

Immobilien-BeratungAls Immobilienkaufmann arbeiten Sie im Bereich der Immobilienwirtschaft und stehen der Kundschaft in Sachen Haus, Wohnung oder auch Grundstück mit Rat und Tat zur Seite. Je nach Zuständigkeit und Position erwerben Sie Objekte, verwalten diese oder stehen für die Vermittlung zur Seite. Nach einer Immobilienkaufmann-Ausbildung ist es außerdem häufig der Fall, dass Bauvorhaben begleitet und Finanzierungskonzepte erstellt werden. Wie Sie eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann absolvieren, mit welchen Verdienstmöglichkeiten Sie rechnen können und welchen Tätigkeiten Sie in der Regel nachgehen, erfahren Sie nachfolgend in unserem Bericht.

Zusammengefasst – auf einen Blick:

  • das Berufsfeld des Immobilienkaufmanns gehört zur Immobilienwirtschaft
  • es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf
  • die Ausbildung dauert drei Jahre und kann unter Umständen auf zwei Jahre verkürzt werden
  • Voraussetzung ist in vielen Firmen mindestens ein Realschulabschluss
  • Auszubildende können das Wissen in bestimmten Bereichen vertiefen, beispielsweise im Gebäudemanagement oder dem Maklergeschäft
  • auch der Quereinstieg oder eine Umschulung zum Immobilienkaufmann ist möglich
  • während der Ausbildung planen Sie Besichtigungen, führen Besichtigungen durch, setzen Mietverträge auf und kümmern sich um weitere Immobilien-Tätigkeiten
  • das Gehalt während der Ausbildung ist gestaffelt und beginnt beim Immobilienkaufmann in der Regel bei 780 Euro brutto im ersten Lehrjahr
  • nach der Ausbildung sind (je nach Unternehmen, Region etc.) meistens zwischen 1800 und 2400 Euro brutto pro Monat möglich
  • nach der Ausbildung zum Immobilienkaufmann ist eine Weiterbildung per Stidum möglich

Ausbildung zum Immobilienkaufmann

Ausbildung ImmobilienkaufmannDie Ausbildung zum Immobilienkaufmann ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. In der Regel dauert die Ausbildung drei Jahre, kann unter gewissen Umständen jedoch auf zwei Jahre reduziert werden.

Die Immobilienkaufmann-Ausbildung fällt in den Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft und wird auch als Industrie- und Handels-Ausbildungsbereich betitelt. Voraussetzungen für die Ausbildung gibt es keine, allerdings sind viele Unternehmen nur bereit, Auszubildende mit einem Mindest-Realschulabschluss aufzunehmen.

Eine Vertiefung findet durch sogenannte Wahlqualifikationseinheiten statt, die je nach Ausbildungsbetrieb gegeben sind. Unter anderem kann es sich dabei um folgende Qualifikationen handeln.

Unternehmens-Steuerung- und Kontrolle
Bauprojektmanagement
Maklergeschäfte
Gebäudemanagement
Wohnungseigentumsverwaltung

Quereinstieg und Umschulung

Seminar

Die anerkannte Ausbildung zum Immobilienkaufmann / -frau dauert in der Regel drei Jahre.

Wer sich zum Kaufmann bzw. Kauffrau im Bereich Immobilien umschulen lassen möchte oder per Quereinstieg Fuß fassen will, sollte ein gewisses Händchen für

  • Wirtschaft
  • und Mathe

mitbringen. Während der Ausbildung stehen unter anderem auch Kalkulationen, Rechnungen und Tabellen im Vordergrund, sodass diese Bereiche für die Auszubildenden keine Probleme darstellen sollten. Anders als in anderen kaufmännischen Berufen ist beim Immobilienkaufmann jedoch die zwischenmenschliche Komponente sehr wichtig.

Auch der Quereinstieg oder die Umschulung zum Immobilienkaufmann dauert drei Jahre, kann jedoch bei viel Engagement und guten Noten um ein Jahr verkürzt werden.

Aufgaben und Tätigkeiten während der Ausbildung

Während der Ausbildung zum Immobilienkaufmann lernen Sie unter anderem,

  • wie Sie Planungen von Kundenbesichtigungen vornehmen
  • wie Sie derartige Besichtigungen durchführen
  • wie ein Mietvertrag aufgesetzt wird
  • wie Preise und Kosten kalkuliert werden
  • wie Exposés für Immobilien erstellt werden
  • wie Exposés ausgewertet werden
  • wie die Wirtschaftlichkeit der Leistungen überprüft wird

Auch findet die Immobilienkaufmann-Ausbildung nicht ausschließlich im Büro statt, sondern auch häufig außerhalb. So lernen Auszubildende, wie Häuser und Wohnungen besichtigt und präsentiert werden und erfahren außerdem, wie sie den Immobilien-Wert beurteilen und richtig einschätzen.

Auch die Thema Buchhaltung und strategische Gesprächs- und Verkaufsführungen gehören zu den Inhalten einer Ausbildung zum Immobilienkaufmann.

Gehalt während der Ausbildung

Bereits im ersten Jahr der Ausbildung zum Immobilienkaufmann verdienen Auszubildende je nach Unternehmen und Region einen guten Lohn, um auf eigenen Beinen zu stehen.

Lehrjahr Brutto-Verdienst
1.      Lehrjahr 780 Euro
2.      Lehrjahr 890 Euro
3.      Lehrjahr 1.000 Euro

Bei diesen Gehältern handelt es sich um Brutto-Löhne, bei denen steuerliche Abzüge und weitere Kosten abgezogen und ein Netto-Betrag schlussendlich ausbezahlt wird.

Gehalt und Verdienstmöglichkeiten nach Abschluss der Ausbildung

Erfolgreich abgeschlossener DealWenn Sie nach der Immobilienkaufmann-Ausbildung direkt ins Berufsleben starten, so stehen Ihnen durchschnittlich pro Monat zwischen 1.800 und 2.400 Euro brutto zur Verfügung. Das genaue Gehalt ist jedoch von Ihrem Abschluss, dem jeweiligen Unternehmen und auch der Region abhängig, in der sich das Unternehmen befindet.

Doch nicht nur das Unternehmen und die Region beeinflussen das Gehalt als Immobilienkaufmann, sondern auch die Stelle, auf die Sie sich bewerben.

Wenn Sie in einer Immobilienverwaltung in der Zentrale angestellt sind und sich vorrangig um Rechnungswesen und Buchhaltung kümmern, dann können Sie in der Regel mit einem Festgehalt rechnen.

Wenn Sie allerdings auch für den Verkauf und die Vermietung zuständig sind, dann ist es häufig der Fall, dass zusätzlich zum Festgehalt auch eine Provision vergeben wird.  Höhere Gehälter sind außerdem möglich, wenn Sie sich beispielsweise zum Fachwirt weiterbilden. Dieser hat im Durchschnittlich ein Brutto-Gehalt von 3000 Euro monatlich.

Generell liegen die Gehälter in größeren Städten, wie beispielsweise

  • Berlin
  • Hamburg
  • München
  • Köln
  • Frankfurt
  • Leipzig
  • Hannover

höher als in kleineren Gemeinden.

Weiterbildung nach der Ausbildung

Beratung

Interessenten besichtigen gemeinsam mit einer Immobilienmaklerin eine Wohnung.

Wenn Sie sich nach der Ausbildung zum Immobilienkaufmann weiterbilden wollen, dann haben Sie neben dem Studium unter anderem auch die Möglichkeit, durch eine Weiterbildung zum Immobilienfachwirt eine Führungsposition im Bereich Immobilienmanagement einzunehmen.

Diese Weiterbildung können Sie entweder in Vollzeit angehe oder berufsbegleitend per Fernstudium oder Abendschule. In der Regel dauert die Weiterbildung drei Monate, wenn Sie die volle Zeit investieren, und 18 bis 24 Monate, wenn Sie sich in Teilzeit weiterbilden. Die Prüfung selbst legen Sie bei der IHK ab.

Bewerbung auf Stellenangebote

Nach Ihrer Ausbildung zum Immobilienkaufmann stehen Ihnen grundsätzlich alle Bereiche offen, doch je nachdem, welche eigenen Interessen und Kompetenzen Sie mitbringen, sollten Sie sich auf bestimmte Bereiche spezialisieren.

Wenn Sie sich beispielsweise auf den Bereich der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft spezialisieren wollen, dann sind Sie unter anderem bei Banken, Maklern, Hausverwaltern und auch Vermietern sehr gefragt. Im Internet und direkt in den jeweiligen Betrieben können Sie sich auf die Jobs bewerben und Ihren Lebenslauf und Ihr Anschreiben einreichen.

Um eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann zu erhalten, ist es sinnvoll, erst einmal ein Praktikum beim gewünschten Unternehmen zu absolvieren. Anschließend stehen Ihnen die Türen zur Ausbildung gleich ein wenig offener. Auch für eine Übernahme nach der Lehre ist ein vorheriges Praktikum sinnvoll.

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